Phase 1 des Projekts bestand in einer intensiven Vertrauensarbeit des Kiezmanagements bezüglich der Einbindung der Schulleitungen sowie der freien Träger der Jugendarbeit. Das Kiezmanagement griff auf die bewährte Institution der Kiezfachgespräche zurück, wo in informellem Rahmen mithilfe fachlicher Beiträge externer Referent/innen sich erst einmal dem Sachverhalt genähert werden kann, ohne gleich formelle Absprachen zu treffen oder formellen Vernetzungsgremien zugerechnet zu werden. Selbstverständlich dienten diese Kiezfachgespräche auch dem persönlichen Kennenlernen der handelnden Akteure.
Parallel zu diesen Kiezfachgesprächen fanden Einzelgespräche zwischen den jeweiligen Schulleitungen und dem Kiezmanagement statt, außerdem wurden die Kommunikationsstrukturen zwischen Kiezmanagement und freien Trägern genutzt, um Vorbehalte abzubauen und Interesse an der Kooperation zu wecken. Hierfür wurde insbesondere der Zeitraum März bis Juni 2010 genutzt.
Ein erfolgreiches Ergebnis der Vernetzungsarbeit im Frühjahr 2010 sind bilaterale Gespräche zwischen der Fritz-Reuter-Schule und den Jugendeinrichtungen Holzwurmhaus (Sozialdiakonische Jugendarbeit) und Pia Olymp (Kietz für Kids-Freizeitsport). Dabei wurden die Möglichkeiten kooperativer Ganztagsangebote bereits so konkret erörtert, dass gegen Ende der Sommerferien trilateral beschlossen wurde, bereits zum Start der Sekundarschule im September 2010 mit ersten kooperativen Ganztags-Arbeitsgemeinschaften zu beginnen. Dabei wurde darauf geachtet, den Aspekt der Berufsorientierung so weit mit hereinzunehmen, wie es für eine siebte Klasse angemessen ist.