Die sogenannten Lückekinder sind Kinder zwischen 9 und 13 Jahren der Schulstufen 5 und 6, die keinen Anspruch auf einen Hortplatz haben und noch nicht das Angebot der Ganztagsbetreuung der Sekundarschulen nutzen können. Hier gibt es eine zweijährige Betreuungslücke im Nachmittagsbereich. Die Angebote im Kiez durch Projekte freier Träger sind hier die einzige Möglichkeit zum Abfangen der Lücke.
Im Welsekiez gibt es keine ausreichende Betreuung der Lückekinder, weshalb an einigen Standorten sogenannte Lückekinderprojekte stattfinden. Bei Kietz für Kids im Krugwiesenhof und im dazugehörigen Abenteuerspielplatz Fort Robinson finden in diesem Schuljahr vier solcher Projekte aus FEIN- Mittlen (Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften) satt.
Im ASP Fort Robinson hat am Ende der Sommerferien ein künstlerisch- handwerkliches Projekt begonnen, in dem die Kinder mit Künstlern Lehmhütten bauen. Dabei geht es um die Planung, die handwerklichen Fähigkeiten, Teamwork und natürlich auch das Ergebnis: die fertige Lehmhütte, in der dann übernachtet werden kann.
Im Krugwiesenhof (damaliges Projekt U.S.O.) begannen nach den Sommerferien Tanzgruppen für Jungen und Mädchen. Tanzen ist ein weit verbreitetes Hobby der Kinder, der Besuch einer Tanzschule aber meist nicht möglich. Die Tanzgruppen finden daher regen Zuspruch bei den Kindern und Jugendlichen.
Mit einer technisch interessierten Gruppe wurde das Projekt einer elektronischen Pinnwand und einer Litfaßsäule gestartet. Die elektronische Pinnwand läuft über das Portal My Space und muss nicht nur installiert, sondern vor allem auch regelmäßig gewartet werden. Die Litfaßsäule soll im Kiez an zentraler Stelle aufgestellt werden, der Kontakt zur Genehmigung hierfür ist bereits hergestellt worden. Auf der Litfaßsäule sollen aktuelle Informationen für Kinder und Jugendliche zu finden sein, so dass sich alle unkompliziert über Aktionen informieren und ihre Freizeit abwechslungsreicher gestalten können.
Das vierte Projekt bei Kietz für Kids ist ein Kochangebot für Kinder im Krugwiesenhof. Nicht nur die kochenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren davon, sondern auch die übrigen Lückekinder, die in den Genuss der fertigen Mahlzeiten kommen.