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  • Lisa Krugwiese – Jugendspielfläche Seehausener Straße

    Im Rahmen des Stadtumbaus waren für das Jahr 2009 Maßnahmen in den Krugwiesen sowie im Warnitzer Bogen gelistet. Genauer handelt es sich um die Pla­nung des letzten Bauabschnitts im Warnitzer Bogen (Skateranlage, Festwiese) sowie die Planung für eine naturnahe und lärmintensive Spielfläche zwischen der Verlängerung der Vincent-van-Gogh-Straße und der Straße An den Krugwiesen. Zudem wurde der er­ste Bauabschnitt im Warnitzer Bogen (neuer Wasser­spielplatz) im Laufe des Jahres 2009 gebaut und kann im Frühjahr 2010 eröffnet werden.

    Die Spielfläche in den Krugwiesen liegt am Rande des gleichnamigen Landschaftsschutzgebiets und kann deshalb intensiver genutzt werden. Hinter der Turn­halle und den geplanten Sportanlagen an der Seehau­sener Straße gelegen, eignet sich dieser Ort besonders für eher lärmintensive Nutzungen durch Jugendliche in der Nähe zum Welseclub. Der Quartierspark Warnit­zer Bogen ist eine öffentliche Grünfläche mit guten und differenzierten Angeboten für Spiel, Freizeit, Er­holung und Begegnung der Anwohner. Ursprünglich wurde der Park als temporäre Grünfläche für einen Zeitraum von fünf Jahren konzipiert. Vorgesehen war eine spätere Bebauung. In den letzten Jahren kristal­lisierte sich jedoch eine längerfristige Nutzung der Grünfläche heraus. Besondere Bedeutung hat der Warnitzer Bogen als Festwiese für das traditionelle Fest der „Bunten Platte“ am 1. Mai gewonnen.

    Mit Mitteln des Kiezmanagements aus dem Programm “Freiwilliges Enga­gement in Nachbarschaften” wurde in den Oktoberfe­rien ein Projekt zur Jugendbeteiligung durchgeführt. Projektpartner war die Arbeiterwohlfahrt (Kreisverband Südost), die in Lichtenberg den Judith-Auer-Club betreibt. Die ortsansässigen JFE – Welseclub (Träger: pad e.V.), Holzwurmhaus (Träger: Sozialdia­konie), Leos Hütte (Träger: Bezirksamt) – wurden in die Vorbereitung einbezogen und der Welseclub als Veranstaltungsort für den Workshop gewonnen wer­den. Damit zeigt dieses Starterprojekt auch Wege für trägerübergreifende Kooperationen. Ebenfalls eng einbezogen waren das bezirkliche Amt für Umwelt und Natur sowie die bezirkliche Koordinationsstelle für Jugendbeteiligung.Ziele der Jugendbeteiligung ist die Verstärkung des präventiven Charakters des Kiezmanagements Wel­sekiez durch eine bessere Aktivierung der Jugend­lichen in der bezirksamtlichen Gemeinwesenarbeit. Mit einem neuen Blickwinkel auf die Analyse der städ­tebaulichen Problemlagen, insbes. bei den Freiraum­planungen, soll von Beginn an zielgruppenorientierte Beteiligungsmechanismen eingeübt werden und da­mit auch der Rahmenschwerpunkt „Vernetzung und Partizipation“ gestärkt werden.

    Der Jugendbeteiligungsworkshop begeigenständiger Modellbauann mit einer allgemeinen Kennenlernrunde unter Einbeziehung der Jugendlichen aus den unterschiedlichen Clubs, der zwei Architekten, welche die Jugendlichen eine Woche lang begleiten werden sowie der Vertreter der AWO Südost und des Kiezmanagements. Nach der Be­sichtigung des Areals mit dem Kiezmanager, der die unterschiedlichen Bauabschnitte für 2010 und vorr. 2011 vorstellte, begann die schöpferische Phase, wo die Ideen der Jugendlichen schnell zu strömen be­gannen. Ergänzt durch die Besichtigung der vorhan­denen Spiel- und Erholungsanlagen in den Krugwie­sen sowie der anderen Grünflächen im Welsekiez (so auch der Warnitzer Bogen), die z.T. spontan durch die Jugendlichen selbst geführt wurde, wurden die ge­sammelten Eindrücke für ein Brainstorming im Welse­club genutzt. Die Motivation und das Interesse an po­sitiven Veränderungen im Quartier war sehr groß. Mit Hilfe der Architekten wurde der Abgleich von Utopie und Realität schnell abgeschlossen und die Jugend­lichen erstellten in Gruppen eine Reihe von Plänen, die im Bereich des Möglichen lagen. Die Gruppen ar­beiteten.fließend miteinander; Ideen wurden ausge­tauscht oder kooptiert, wobei der Wettbewerbsfaktor zwischen den Planungen nicht außer Acht gelassen wurde. Die Gruppen kamen aus allen Clubs des Quar­tiers, wobei die Jugendlichen aus Leos Hütte die mit Abstand größte Ausdauer zeigten.. Höhepunkt des Projekts war der Bau der Modelle für die dreieckige Hauptfläche mit den Geräten für die lärmintensive Nutzung. Die Jugendlichen zeigten Kreativität in der praktischen Umsetzung ihrer Idee und haben mit Spaß und Enthusiasmus gearbeitet.

    fertiges Modell

    Modelldetail

    Die Modelle wurden am 4. November 2009 auf der Bürgerversammlung durch die Jugendlichen präsen­tiert, bei welcher die Bürgerschaft insgesamt über die Planungen informiert wurde. Dabei konnten sie die meisten anwesenden Bürger von ihren Plänen über­zeugen. Im Anschluss wurden die Planungen aus dem Workshop an die ausführenden Büros übergeben und bezüglich der Skateranlage und möglicher Sitz-/Tref­forte im Warnitzer Bogen ein kleines Nachtreffen im Kiezmanagement durchgeführt. So kann sichergestellt werden, dass die Ideen der Jugendlichen in die „ech­ten“ Planungen eingearbeitet werden. Zur Eröffnung werden die Jugendlichen wie­der eingeladen, so dass ein Abgleich zwischen Modell und Realität erfolgen kann – im Sinne der Evaluation des Beteiligungsgedankens.

    Die Eröffnung fand am 17.9.2010 statt.

    Stand 20.01.2011 | Nach oben
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