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  • Frühlingserwachen 2010

    Das Projekt “Frühlingserwachen- Landschaftspark für alle” sollte 2010 den Bewohner des Welsekiezes und alle Interessierten die Krugwiesen und den angrenzenden Landschaftspark Barnimer Feldmark mittels einer Reihe von Veranstaltungen bekannt(er) machen und darüberhinaus das soziale und kulterelle Zusammenleben im Kiez verbessern. Eine Reihe von Veranstaltungen wurden konzipiert, die Stück für Stück die Krugwiesen bzw. andere Teile des Landschaftsparks zur Entdeckung bringen sollten. Gewollter Nebeneffekt war eine anlassbezogene Zusammenarbeit unterschiedlicher Einrichtungen im Kiez.

    Auftakt war der Familiensonntag am 28. März 2010 am Rande der Krugwiesen. Teilnehmer waren das Familienzentrum Pusteblume, die Blockhütte im Grünen und der Welseclub. Den ganzen Tag fanden Frühlingsveranstaltungen für junge Familien am Rande und in den Krugwiesen statt: das 50-ct-Familienfrühstück, das “Hasenbacken” (Brot in Hasenform) in der Blockhütte und Hasen-Entdecken in den Krugwiesen sowie dann mit dem Kindertheater der Familiensonntag im Welseclub.

    Frühlingserwachen - Auftakt
    Frühlingserwachen - Auftakt
    Kindertheater auf der Auftaktveranstaltung
    Kindertheater auf der Auftaktveranstaltung

    Bunte Platte
    Bunte Platte
    Bunte Platte
    Familiensonntag im Welseclub

    Familiensonntag im Welseclub

    Ungefähr zwei Wochen später ging es weiter mit der Eröffnung des Wasserspielplatz am Warnitzer Bogen am 15 .April 2010, dem Stadtumbauprojekt an der Falkenberger Chaussee. Diese Veranstaltung des Bezirksamts konnte genauso in die Reihe “Frühlingserwachen” integriert werden wie der Auftakt der Spaziergangspaten am 17. April 2010 des Trägers Lebensmut.

    Viele ältere Leute haben Angst vor Stürzen oder sind schon einmal gestürzt und deshalb in ihrer Mobilität eingeschränkt. Konsequenzen, die sich daraus ergeben, sind unter anderem weniger Selbstständigkeit, aber auch eine Vernachlässigung sozialer Kontakte. Bei dem Projekt werden Seniorengruppen von den so genannten Paten bei Spaziergängen begleitet. Die Paten sind noch aktive und fitte Senioren, die speziell geschult wurden. Diese betreuten Spaziergangsgruppen bieten den Senioren viele Vorteile: sie können neue soziale Kontakte schließen, werden wieder selbstsicherere und fördern ihre Gesundheit.

    Bei der Auftaktveranstaltung ging es vom Krugwiesenhof über die Krugwiesen zur Dorfkate und wieder zurück. Die Strecken werden je nach Teilnehmern individuell ausgesucht und an die körperliche Fitness angepasst: für einige Senioren, die schon lange keine Spaziergänge unternommen haben, reicht anfangs ein kurzer Spaziergang durch einen Park, fittere Senioren dagegen möchten vielleicht längere Zeit unterwegs sein und den angrenzenden Barnimer Landschaftspark erkunden.

    Nicht räumlich im Landschaftsraum aber inhaltlich in diese Reihe hervorragend passte der Weltspieltag am 28. Mai im Cinemotion, nachdem das Fest der “Bunten Platte” zum 1. Mai noch einmal intensiv zur Werbung für die Reihe genutzt werden konnte (siehe unten).

    Roter Teppich für Kinder
    Roter Teppich für Kinder
    Spielangebote für Kinder
    Spielangebote für Kinder

    Spielangebote für Kinder
    Spielangebote für Kinder
    Spielangebote für Kinder
    Kinderrechte1

    Kinderrechte2
    Auf der "Sportwiese"
    Auf der "Sportwiese"

    Der Weltspieltag stand 2010 unter dem Motto “Roter Teppich für laute(r) Kinder”. Denn Kinder, die sich auf Spielplätzen, in Parks und auf den Straßem des Quartiers aufhalten, sind keine stumme Wesen. Wenn sie miteinander spielen, toben – dann sind sie auch laut. Und der Weltspieltag 2010 betrieb Lobbyarbeit – inzwischen erfolgreich – zur Änderung der Verordung zu Lärmschutz. Kinder gelten nicht mehr wie bisher als “Lärmimmissionsquelle”, d.h. es ist nicht mehr in der Form wie bisher möglich, gegen Kindergärten und Kinderlachen in den Straßen des Stadtteils zu klagen. Und das trägt dazu bei, dass es wieder “normal” wird, mit den eigenen Kindern statt vorm Fernseher oder anderweitig in der Wohnung zu hocken sich in den Park oder auf den Spielplatz zu begeben. Das ist eines der Ziele dieser Reihe.

    Der Abschluss fand am 12. Juni im Rahmen der Kiezspaziergänge der Bezirksbürgermeisterin statt – nur dass es diesmal nicht auf Schusters Rappen war: “Mit allem was Räder hat” ging es weit in den Landschaftspark. Vor dem Büro des Kiezmanagements standen Kremser bereit; und junge Familien wurden von der Bezirksbürgermeisterin Emmrich sowie Mitarbeiter/innen vom Stadtteilzentrum, der Naturschutzstaion und dem Kiezmanagement begleitet und fuhren durch die Krugwiesen und am Tierheim vorbei durch den Landschaftspark zum Holzwurmhaus an der Endstelle Falkenberg.

    Eine zweite Gruppe startete mit Pia Olymp auf Skates und Rollschuhen und fuhr durch den nördlichen Teil Neu-Hohenschönhausens ebenfalls zum Holzwurmhaus. Ob die kleine Spaziergangsgruppe von Lebensmut mit Rollatoren den kurzen Weg von der Begegnungsstätte in der Woldegker Straße zum gemeinsamen Zielpunkt auch “rollten”, ist nicht überliefert – aber jedenfalls kamen sie im “Holzi” an.

    Damit war alles für den Abschluss der Reihe bereitet: das generationsübergreifende Picknick in der Jugendfreizeiteinrichtung, die einen großen Abenteuerpielplatz auf dem Hof ihr eigen nennt. Stockbrot am Feuer, alkoholfreie Cocktails und die Gulaschkanone der Kolleg/innen vom Althohenschönhauser Stadtteilzentrum (Ball e.V.) sorgten für die Versorgung aller Bewegungs- und Landschaftsbegeisterten.

    Familienkremser
    Familienkremser
    Skatertour - betreut durch Pia Olymp
    Skatertour - Pause

    Skatertour - Weite im Landschaftspark
    Abschlusspicknick im Holzwurmhaus
    Abschlusspicknick im Holzwurmhaus

    Zum Schluss noch einige Worte zur  “Vermarktung”  der Reihe.Das Kiezmanagement bewarb mit Flyern und Plakaten die einzelnen Veranstaltungen, welche individuell mit den jeweiligen Partnern abgesprochen wurden. Durch das Corporate Design des Kiezmanagements zog sich aber ein roter (oder hier vielmehr grüner) Faden durch die Veranstaltungshinweise. Ergänzt wurde die “Vermarktung”  durch die Verteilung einer Informationsbroschüre über die Spaziergangspaten durch das Welsekiezmanagement an die Ärzte im Kiez. Die Broschüre konnte über die Wartezimmer der verschiedenen Ärzte in Umlauf gebracht werden.

    Die bisherigen und für Mai/Juni 2010 geplanten Aktionen wurden des weiteren beim Tag der Offenen Tür im Büro des Welsekiezmanagements beim Fest “Bunte Platte” am 1. Mai 2010 bekannt gemacht. Die Ausstellungen im Kiezmanagement zeigten noch einmal die Planungen zu den Stadtumbauflächen am Warnitzer Bogen und der Seehausener Straße sowie die Ergebnisse des Jugendbeteiligungsworkshops. Das Büro wurde auch zum Teil zum Kino, wo Filme zur Jugendarbeit gegen Rechts und zu zivilgesellschaftlichem Engagement für ein nazifreies Hohenschönhausen gezeigt wurden. Ganz in der Tradition der “Bunten Platte”. Der 1. Mai stellte aber den Hauptteil der “Vermarktungsoffensive” für die Frühlingserwachen-Reihe dar.

    Eine Besonderheit in der Öffentlichkeitsarbeit war, dass für die Veranstaltungen am 28. Mai und 12. Juni an teilnehmende Kinder Einwegkameras ausgeteilt wurden mit der Bitte, die Veranstaltungen aus der ganz eigenen Sicht zu fotografieren und dokumentieren und dem Kiezmanagement danach die Kameras zurückzugeben. Wir haben einige Fotos gerne für die Zwischenbilanz-Ausstellung im Herbst verwenden!

    Insgesamt ist die Reihe erfolgreich gelaufen, denn Ende 2010 und 2011 stellte sich viel stärker die Zusammenarbeit an den sozialen Treff-Orten am Rande der Krugwiesen dar: vom Herbstfest der Projekte im Krugweisenhof übder die Aktivitäten an der Lisa Krugwiese des Welseclubs bis zum Sommerfest im Holzwurmhaus am 28.6.2011, wo die Welsekiezkoffer/Familienfreizeitkoffer übergeben wurden. Die Lange Nacht der Bilder 2011 bildete mit dem Warnitzer/Falkenbogen ebenfalls einen bis in den Landschaftspark hinausreichenden räumlichen Schwerpunkt in Neu-Hohenschönhausen (Welsekiez+Neu-Wartenberg). Eine stärkere Nutzung der Grünflächen und Parks und ein gestiegenes Interesse an den Grünflächen ist ebenfalls 2011 zu verzeichnen, was sich an den Aktivitäten hin zum Interkulturellen Garten zeigt.

    Stand 25.07.2011 | Nach oben
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