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  • Wohnqualität für das alternde Quartier

    Neben der steigenden Kinderzahl, die auf den Zuzug junger Familien bzw. die Familiengründung junger Quartierseinwohner zurückzuführen ist, gibt es eine zweite Hauptveränderung der demographischen Zusammensetzung der Bewohnerschaft: Erstbezieher der Geburtsjahrgänge 1955 bis 1965 kommen in den nächsten 10 bis 15 Jahren in ein Alter veränderter infrastruktureller Anforderungen. Auch in der größten Zuzüglergruppe (sog. “Russlanddeutsche”) befinden sich viele Bewohner aus dieser Alterskohorte. Bereits jetzt ist eine spürbare Alterung im Quartier (Geburtsjahrgänge 1945 bis 1955) zu verzeichnen, die sich ebenfalls aus gebliebenen Erstbeziehern und Zuzüglern speist. Eine hohe Zahl der Erstbezieher möchte im Prinzip auch weiter bleiben und im Quartier altern. Sie stellen damit genauso ein stabilisierendes Potenzial dar wie russischsprachige Zuzügler, wenn sie innerfamiliär den Antrieb zur Migration gegeben hatten. Handlungslogisch ist also die Vermeidung von push-Faktoren im Quartier, die einen etwaigen Umzug aus dem Quartier heraus auslösen können. Um aber den Handlungsschwerpunkt nicht defensiv zu orientieren, sind Selbstverwaltung und Selbstbestimmung entscheidende Faktoren zur Ausgestaltung des Handlungsschwerpunkts. Es geht darum, gemeinsam mit der alternden Bevölkerung – einschließlich der zukünftig alternden Kohorten der zwischen 1955 und1965-geborenen Einwohner Strategien zu entwickeln, Räume und Orte zu definieren und Netzwerke zu knüpfen, um so die Bleibewilligkeit im Quartier zu stärken. Das bedeutet auch, diesen Handlungsschwerpunkt in kurz-, mittel- und langfristige Horizonte zu unterteilen.

    Die Operationalisierung der Arbeit in diesem Rahmenschwerpunkt erfolgt wie folgt:

    1. Definition kurz-, mittel- und langfristiger Horizonte, Ableitung von spezifischen (Nicht-) Handlungsbedarfen in den Sektoren der lokalen Infrastruktur:  Gesundheit/Freizeitsport, Kultur/Weiterbildung, kommerzielle Infrastruktur (Einzelhandel), Verkehrsinfrastruktur.

    2. Entwicklung großserieller Lösungen für das Wohnen (mittel-/langfristig).

    3. Sicherung von potenziellen Orten/Räumen entsprechend der unterschiedlichen Zeithorizonte

    4. Entwicklung von räumlichen und organisatorischen Möglichkeiten für selbstbestimmt organisierter Freizeitangebote (mittel-/langfristig).

    Fotoimpressionen vom Wohnumfeld des Welsekiezes

    Blick von den Krugwiesen
    Hofspielplatz
    Fußwegenetz
    Randowpark

    Grünes Wohnumfeld
    Restaurant im Warnitzer Bogen
    Vincent-van-Gogh-Straße (Bus)
    Stand 13.07.2011 | Nach oben
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