Am 1. September 1985 wurde Hohenschönhausen zum selbständigen Stadtbezirk in Berlin. Der neue Bezirk entstand auf den Rieselfeldern der Dörfer Hohenschönhausen, Malchow, Wartenberg und Falkenberg. Aber ohne den Bau der Großsiedlung rund um den Prerower Platz und den Bahnhof Hohenschönhausen wäre es kein eigener Bezirk geworden. Ein Vierteljahrhundert ist es jetzt her, dass der Grundstein für die Großsiedlung in Hohenschönhausen gelegt wurde. Der Kiez hat sich inzwischen prächtig entwickelt. Das Besondere von Hohenschönhausen sind allerdings seine Bewohner, die Mitte der 1980er-Jahre ganz persönlich ein neues Leben in einem neuen Viertel begannen. Dass nur wenige Jahre nach ihrem Umzug aus allen Teilen Berlins, ja sogar aus allen Teilen der damaligen DDR, auch gesellschaftliche Veränderungen auf die Tagesordnung kamen, hatten viele sicherlich nicht für möglich gehalten. Ob in Betrieben, in Kombinaten, in der Landwirtschaft oder im Dienstleistungsbereich – überall fanden sich Menschen, die etwas in ihrem Land, in ihrem Kiez, ändern wollten. Aus zunächst kleinen Gesprächsrunden in Privatwohnungen wurden schnell Runde Tische. Später entstanden Initiativen und Vereine, die teilweise heute noch existieren.
Der Bürgerverein Hohenschönhausen hat gemeinsam mit dem Linden-Center und den damals wie auch heute tätigen Menschen aus Initiativen und Vereinen an diese Zeit erinnern und die “Fünfundzwanzig” gefeiert. Das Kiezmanagement hat sich im Rahmen seiner damaligen Kooperation mit einem Studierendenprojekt der TU Berlin daran beteiligt.